Hunde
Ihre Fragen zu
Gesundheit & Pflege für Hunde
Hier finden Sie Antworten zu den häufigsten Fragen rund um Nahrungsergänzungsmittel und Pflegeprodukte speziell für Hunde – von natürlichen Mitteln bei Stress und Angst über die Bedeutung der Darmgesundheit und den richtigen Einsatz von Augentropfen bis hin zum richtigen Hundeshampoo, Pfotenpflege mit Balsam und der Frage, ab welchem Alter Ergänzungsmittel sinnvoll sind.
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Was hilft bei Stress und Angst beim Hund – welche natürlichen Mittel gibt es?
Natürliche Beruhigungsmittel für Hunde enthalten häufig pflanzliche Wirkstoffe wie Baldrianwurzel, Hopfenzapfen und Passionsblumenkraut sowie die Aminosäure L-Tryptophan, die im Körper zum Neurotransmitter Serotonin umgewandelt wird. Diese Inhaltsstoffe unterstützen das nervliche Gleichgewicht bei situativem Stress – etwa bei Gewittern, Feuerwerk, Autofahrten oder Trennungsangst. Im Gegensatz zu verschreibungspflichtigen Beruhigungsmitteln machen pflanzliche Ergänzungsmittel nicht abhängig und sedieren den Hund nicht, sondern fördern eine entspannte Grundhaltung. Wichtig: Bei chronischer Angststörung oder ausgeprägtem Trennungsangst-Syndrom sollte stets ein Tierarzt oder Verhaltenstherapeut hinzugezogen werden, da Ergänzungsmittel allein keine Verhaltenstherapie ersetzen.
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Warum ist ein gesunder Darm so wichtig für Hunde – und was bewirken Probiotika und Cellulose?
Der Darm ist beim Hund – wie beim Menschen – das zentrale Organ des Immunsystems: Rund 70 % der Immunzellen befinden sich im Darmgewebe. Eine gestörte Darmflora zeigt sich bei Hunden oft durch Durchfall, Verstopfung, weichen Kot, übermässige Blähungen oder häufige Infektionen. Probiotische Kulturen liefern lebende Mikroorganismen, die die Darmflora stabilisieren und das Mikrobiom unterstützen. Natürliche Cellulose-Faser wirkt präbiotisch: Sie dient den nützlichen Darmbakterien als Nahrung, bindet Wasser im Darm und reguliert so die Konsistenz des Kots. Besonders nach Antibiotika-Gaben oder bei empfindlichem Verdauungssystem ist die gezielte Darmunterstützung wertvoll.
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Wann sind Augentropfen für Hunde sinnvoll – und wann muss ich zum Tierarzt?
Augenpflegetropfen für Hunde sind zur äusserlichen Reinigung und Befeuchtung der Augen geeignet – sie entfernen Schmutz, Staub, Sekretverkrustungen und Tränenspuren schonend und können bei leichter Reizung durch Wind oder Trockenheit lindernd wirken. Klar ist aber: Augentropfen ersetzen keine veterinärmedizinische Behandlung. Zeigt Ihr Hund starkes Augenreiben, Schwellungen, gelblich-grünes Sekret (Zeichen einer bakteriellen Infektion), eine trübe Hornhaut, halbgeschlossene Augen oder eine plötzliche Sehverschlechterung, ist sofort der Tierarzt aufzusuchen. Augenprobleme können sich beim Hund rasch verschlechtern und sollten nie abwartend beobachtet werden.
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Warum darf ich meinen Hund nicht mit normalem Shampoo waschen?
Hundehaut und Menschenhaut unterscheiden sich grundlegend in ihrem pH-Wert: Während der Säureschutzmantel der menschlichen Haut bei pH 4,5 bis 5,5 liegt, ist die Hundehaut mit einem pH-Wert von 6,5 bis 7,5 nahezu neutral. Menschliche Shampoos sind auf den sauren pH-Wert der menschlichen Haut abgestimmt und zu aggressiv für den neutralen Säureschutzmantel des Hundes: Sie lösen die natürlichen Schutzöle auf, stören das Gleichgewicht der Hautflora und machen die Haut anfälliger für Bakterien, Pilze und Trockenheit. Selbst milde Babyshampoos sind für Hunde ungeeignet. Ein speziell für Hunde formuliertes Naturshampoo mit angepasstem pH-Wert schützt Fell und Haut langfristig.
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Wofür braucht mein Hund einen Pflegebalsam – und wann einsetzen?
Pflegebalsam für Hunde dient in erster Linie der Pflege und dem Schutz beanspruchter Pfoten, Ellenbogen und Nasenpartien. Im Winter schützt er die Ballen vor Streusalz, Kälte und rissiger Haut; im Sommer vor heissem Asphalt und Trockenheit. Ballen, die einreissen oder auflaufen, sind schmerzhaft und können sich entzünden. Ein hochwertiger Pflegebalsam mit natürlichen Wirkstoffen wie Bienenwachs, Sheabutter oder Calendula bildet eine schützende Schutzschicht, pflegt intensive Risse und fördert die Hautelastizität. Aufgebracht wird der Balsam nach dem Spaziergang, wenn die Pfoten sauber und trocken sind – besonders in den kälteren Monaten empfiehlt sich eine tägliche Anwendung.
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Ab welchem Alter können Hunde Nahrungsergänzungsmittel bekommen?
Die meisten Nahrungsergänzungsmittel für Hunde sind für ausgewachsene Tiere ab dem vollendeten ersten Lebensjahr konzipiert. Welpen befinden sich in einer intensiven Wachstumsphase mit spezifischen Nährstoffbedürfnissen – eine falsche Supplementierung, etwa zu viel Calcium, kann bei Welpen grosser Rassen zu Skelettfehlentwicklungen führen. Für Hunde unter zwölf Monaten sollte daher stets der Tierarzt über eine Ergänzung entscheiden. Ältere Hunde ab sieben bis acht Jahren (Senioren) profitieren hingegen besonders von gezielter Unterstützung: Gelenke, Verdauung und Immunsystem verändern sich mit dem Alter, und ein sorgfältig gewähltes Ergänzungsfuttermittel kann die Lebensqualität im Seniorenalter spürbar verbessern.